Zum Jahreswechseln

Wieder ist ein Jahr viel zu schnell vergangen und neigt sich seinem Ende zu. Anlaß, einmal innezuhalten, um Vergangenes und Künftiges zu bedenken, aber auch Neues zu planen.
Stehen uns künftig noch in ausreichender Anzahl Einsatzkräfte zur Verfügung? Haben wir auch noch ausreichend Fahrer für unsere Fahrzeuge, besonders für die Lösch- und Hubrettungsfahrzeuge?
Ein Feuerwehrverband alleine kann solche Probleme nicht endgültig lösen, aber in seinem Rahmen zur Lösung beitragen. Für andere Probleme und deren Lösung brauchen wir aber die Unterstützung der Politik.
Wie schon in den letzten Jahren hat der Feuerwehrverband Wetzlar die Feuerwehren im Verbandsgebiet dabei unterstützt, ihren Einsatzkräften den Erwerb des Führerscheins der Klasse C zu ermöglichen. So wollen wir sicherstellen, daß auch immer Fahrer für die Löschfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Die Volksvertreter brauchen Informationen von der Basis. Um diese Informationen richtig und sachlich rüberzubringen, hat der Feuerwehrverband Wetzlar Kontakte zu allen demokratischen Parteien aufgenommen.

So werden seit einigen Jahren regelmäßig Gespräche mit den im Kreistag vertretenen Parteien sowie den heimischen Bundes- und Landtagsabgeordneten gesucht und dabei spezielle Feuerwehr-Themen behandelt. Zuletzt waren im November zwei Vorstandsmitglieder des
Feuerwehrverbandes Wetzlar zu Gast in der Geschäftsstelle der Kreistagsfraktion von Rahmen einer Fraktionssitzung konnten wir über aktuelle Entwicklungen (z.B. „Feuerwehrführerschein“, Jugendfeuerwehr) berichten und den interessierten Fraktionsmitgliedern Fragen zum „Feuerwehralltag“ beantworten.
Eine andere Sorge sowohl der Feuerwehren als auch der anderen Hilfsorganisationen sowie vieler Vereine ist die künftige Entwicklung der Mitgliederzahlen. „Werden wir noch genügend Einsatzkräfte bzw. Mitglieder haben?“
In den letzten Monaten wurden – z.Tl. publikumswirksam – die Menschen mit Migrationshintergrund „entdeckt“, die ja in die Bresche springen könnten. Dabei wird übersehen, daß in vielen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren das Thema „Migrationshintergrund“ gar kein Problem ist, da dort Menschen mit nicht deutschen Wurzeln bereits selbstverständlich dazugehören – und das schon seit etlichen Jahren. Das steht aber nur selten in den Schlagzeilen. Es könnten aber noch mehr sein – das ist sicher richtig.

Informationsaustausch mit der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 Die Grünen in der Geschäftsstelle in Wetzlar.

Der Feuerwehrverband Wetzlar hat in einer Gesprächsrunde Anfang November mit Herrn Günther Kaufmann-Ohl, Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises und Leiter der Abteilung 41 „Soziales und Integration“, über die Verbandsarbeit informiert und auch den kulturellen Aspekt der Feuerwehren betont. Das System der Freiwilligen Feuerwehren, wo der Brand- und Katastrophenschutz hauptsächlich und flächendeckend auf den Schultern von ehrenamtlich tätigen Personen ruht, gibt es im Wesentlichen nur im deutschsprachigen Raum. Besonders Migranten aus außereuropäischen Ländern haben hier mehr als nur Berührungsängste. Die Feuerwehr – und generell alle Uniformträger – werden als Vertreter der Staatsmacht angesehen, mit denen eigentlich keine Kontakte erwünscht sind. Hier besteht noch erheblicher Informationsbedarf. Im Jahr 2012 wollen wir das gemeinsam angehen. Ansprechpartner und Vermittler könnten die Ausländerbeiräte sein.

Eine Großveranstaltung hat ihre Schatten schon längst vorausgeworfen: der „Hessentag“ in Wetzlar - vom 01. bis 10. Juni 2012
Der Feuerwehrverband Wetzlar plant und organisiert den „Platz der Hilfsorganisationen“. Wie der Name schon sagt, wird hier nicht nur die Feuerwehr vertreten sein.
Auf einem Gelände im Bodenfeld, in Nachbarschaft zur Landesausstellung, wird der „Platz der Hilfsorganisationen“ eingerichtet, wo sich die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Malteser Hilfsdienst e. V. mit ihren Einsatzkräften und ihren Jugendorganisationen den Hessentagsbesuchern präsentieren und ihre ehrenamtliche Tätigkeit darstellen können.
Ein täglich wechselndes Programm ist geplant – jeweils unter einem bestimmten Motto bzw. zu einem Schwerpunktthema. Eine Arbeitsgruppe, in der die betreffenden Organisationen vertreten sind, ist schon seit einigen Wochen tätig.
Näheres zum „Platz der Hilfsorganisationen“ ist unter folgender Internetadresse zu erfahren:


http://www.hessentag-2012.de/veranstaltungen/aktionsflaechen/platz-der-hilfsorganisationen.html

Allen Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Angehörigen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen Jahreswechsel ohne Rutsch oder Unfall und Viel Erfolg für die zahlreichen Aufgaben im neuen Jahr.

Feuerwehrverband Wetzlar unterstützt die „Aktion BOB“

Zum vierten Mal in Folge unterstützte der Feuerwehrverband Wetzlar mit einer Spende die „Aktion BOB“. Verbandsvorsitzender Rüdiger Richter übergab einen Scheck über 250 Euro an den Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill, Polizeihauptkommissar Andreas Düding und Polizeioberkommissar Dirk Brandau von der Geschäftsstelle der „Aktion BOB“ in Gießen. Der Betrag findet Verwendung im Kampf gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.

Das Gruppenbild zeigt von links die Vorstandsmitglieder des Feuerwehrverbandes Wetzlar Friedhelm Schmitz (Aßlar-Werdorf), Beisitzer, Anne Schmitz (Aßlar-Werdorf), Stellvertretende Vorsitzende, Dirk Steih (Greifenstein-Allendorf), Fachbereichsleiter Werkfeuerwehren, Polizeihauptkommissar Andreas Düding, Polizeioberkommissar Dirk Brandau und Rüdiger Richter (Ehringshausen-Greifenthal), Vorsitzender des Feuerwehrverbandes Wetzlar.

Wie schon in den Vorjahren fand die Übergabe in den Räumen der Fahrschule Riedel in Schöffengrund-Schwalbach statt. Neben einigen Vorstandsmitgliedern des Feuerwehrverbandes Wetzlar und dem Firmeninhaber Jürgen Riedel waren auch 23 Fahrschüler anwesend, die den Führerschein der Klasse C (LKW-Führerschein, frühere Klasse 2) erwerben wollen. Für diese fand anschließend der etwa 90-minütige BOB-Workshop statt, der als Ausbildungseinheit zur Verkehrssicherheit anerkannt wird. Die angehenden LKW-Fahrer dieses Lehrgangs kommen überwiegend von Feuerwehren aus dem Verbandsgebiet. Auch diese „Führerschein-Aktion“ wird – wie schon einige in den Vorjahren – vom Feuerwehrverband Wetzlar unterstützt. Damit soll sichergestellt werden, daß den Feuerwehren auch ausreichend Fahrer zur Verfügung stehen, besonders für die Großfahrzeuge wie Lösch- und Hubrettungsfahrzeuge. An dem Workshop nahmen auch die anwesenden Vorstandsmitglieder des Feuerwehrverbandes Wetzlar teil.

Seit dem Start der „Aktion BOB“ im Oktober 2007 ist die Zahl der alkoholbedingten Verkehrsunfälle in Mittelhessen um 46% gesunken. An der Aktion beteiligen sich nach Auskunft durch PHK Düding z.Zt. 360 Gaststätten und 11 Diskotheken in Mittelhessen. Erkennungsmerkmal ist der gelbe BOB-Schlüsselanhänger. Im Vordergrund steht aber nicht das alkoholfreie Freigetränk für den Fahrer, sondern das die Fahrer die Verantwortung für ihre Mitfahrer übernehmen: „Wer Alkohol trink, fährt nicht!“

Seniorennachmittag des Feuerwehrverbandes Wetzlar

In der Ulmtal-Halle in Greifenstein-Allendorf trafen sich am Samstagnachmittag (15.10. 2011)  ca. 200 ehemals aktive Feuerwehrmänner (SB) aus den Feuerwehren des Verbandsgebietes. Eingeladen hatte der Feuerwehrverband Wetzlar zu einem geselligen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen.

 

 Verbandsvorsitzender Rüdiger Richter konnte unter den Gästen den frühen Kreisbrandinspektor Siegfried Hermann, den Ehrenvorsitzenden Werner Opitz, Stadtbrandinspektor a.D. Horst Kaiser aus Wetzlar und Herbert Noll, den ehemaligen Leiter der Werkfeuerwehr Buderus, begrüßen.
Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller (CDU) nahm in Vertretung von Landrat Wolfgang Schuster an der Veranstaltung teil. Für die Gemeinde Greifenstein war der Erste Beigeordneter, Dr. Wolfgang Leineweber (SPD) gekommen. Beide richteten kurze Grußworte an die Teilnehmer.

 

Zur Unterhaltung spielten die Jagdhornbläser aus Aßlar-Berghausen. Die jungen Damen der Tanzgruppe „Unique“ aus Greifenstein-Allendorf zeigten zwei Tanzdarbietungen.

Wie es bei den Seniorennachmittagen des Feuerwehrverbandes Wetzlar üblich ist, ermittelte der Verbandsvorsitzende den bzw. die ältesten Teilnehmer, um sie mit einem Präsent zu ehren. Ältester Teilnehmer war Alterskamerad Heinz Gaul aus Schöffengrund-Laufdorf.
Zu den geehrten Alterskameraden gehörten:
Günther Dommert, Karl Würfel (beide Braunfels-Bonbaden),
Heinrich Weber, Karl Weber (beide Ehringshausen-Katzenfurt),
Willi Biemer, Rudolf Anschütz, Günter Steindorf (Greifenstein-Allendorf),
Hans Groh (Lahnau-Dorlar),
Heinz Gaul, Stefan Koleszal, Kurt Lotz (Schöffengrund-Laufdorf),
Herbert Noll (Solms),
Albert Mayer (Waldsolms-Griedelbach),
Werner Opitz (Waldsolms-Hasselborn),
Horst Kaiser, Heinz Schneider (Wetzlar).
Im Gesamten wurden 19 Kameraden im Alter von 80 bis 84 Jahren mit einem Präsent bedacht.

 

Die Vorbereitung und Durchführung des Seniorennachmittags lag in den Händen der Kameraden aus Allendorf unter Leitung von Wehrführer Siegfried Pilawa, der auch Mitglied im Verbandsvorstand ist.

Text und Bilder:  Michael Trägner (Feuerwehrverband Wetzlar)

Verbandsversammlung mit Vorstandswahlen

Am 06. August 2011 fand in der Volkshalle in Ehringshausen die diesjährige Verbandsversammlung des Feuerwehrverbandes Wetzlar statt. Neben den Delegierten der Mitgliedswehren waren zahlreiche Vertreter der Städte und Gemeinden, Vertreter der politischen Parteien, Abordnungen der Hilfsorganisationen sowie benachbarter Feuerwehrverbände der Einladung gefolgt. Den weitesten Weg hatte eine Delegation aus Ilmenau.

Als besonderer Gast war Herr Dr. h.c. Ralf Ackermann, Präsident des Hessischen Feuerwehrverbandes, anwesend. In seinem Redebeitrag schilderte er Entwicklungen, aber auch die Probleme bei den hessischen Feuerwehren.

Friedel Mehlmann, stellvertretender Verbandsvorsitzender, informierte über den „Hessentag“ im kommenden Jahr in Wetzlar. Für die Feuerwehren und die Hilfsorganisationen besteht dort die Möglichkeit, sich umfassend der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Umfangreich war der Tagesordnungspunkt „Ehrungen“, wo zahlreiche Kameraden zu staatlichen Ehrungen bzw. Verbandsehrungen aufgerufen wurden.

Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber wurden ausgezeichnet: Dirk Hasselbach, Jürgen Pichl (Aßlar), Udo Haas, Henner Böhm (Ehringshausen) sowie Jörg Frank (Waldsolms). Das Brandschutzehrenzeichen in Gold erhielten: Ulrich Jung (Lahnau), Edgar Biermeier (Solms), Jürgen Ambrosius (Leun), Celso Vasquez-Fernandez (Waldsolms) und Volker Bandte, Jörg Valentin (Hohenahr).

Für 25-jährige Tätigkeit als Kreisausbilder erhielt der Vorsitzende Rüdiger Richter eine Ehrenurkunde und ein Geschenk.

Die Ehrungen wurden von Landrat Wolfgang Schuster und dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Wolfgang Blicker vorgenommen.

 

Die Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Silber bekamen Udo Haas (Ehringshausen) sowie Matthias Hock (Aßlar), Martin Leier und Karsten Siegel (Wetzlar).

Die Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Gold ging an Karl-Heinz Hofmann, Matthias Rücker (Hüttenberg) und Edgar Biermeier (Solms).

Das Ehrenkreuz in Silber des Nassauischen Feuerwehrverbandes wurde an Wolfgang Kaßner, Walter Müller (Wetzlar), Gerhard Gerst (THW Wetzlar), Friedel Schmidt (DRK Wetzlar), Udo Vorwerk (Aßlar) und Matthias Regel (Ehringshausen) verliehen.

Ulrich Sarges, Stabführer des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Wetzlar, erhielt das Ehrenkreuz in Gold des Nassauischen Feuerwehrverbandes.

Mit der Ehrennadel in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes wurde Klaus Mohr (Wetzlar) ausgezeichnet.

Die höchste Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes, das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, erhielt Michael Rack, Stadtbrandinspektor von Braunfels.

Werner Jung (Hüttenberg) und Siegfried Pilawa (Greifenstein) erhielten die Ehrennadel in Bronze des Feuerwehrverbandes Wetzlar.

Der Vorsitzende würdigte die jeweiligen Leistungen der geehrten Kameraden.

Die Verbandsehrungen wurden von Ralf Ackermann (Landesvorsitzender), Markus Busanni (stellvertr. Vorsitzender des Nassauischen Feuerwehrverbandes), Rüdiger Richter und Friedel Mehlmann vorgenommen.

Nach den Grußworten der Gäste war die Wahl des Verbandsvorstandes einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte. Matthias Regel, Gemeindebrandinspektor von Ehringshausen, leitete den Wahlvorgang.

Rüdiger Richter wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Auch die Stellvertreter Friedel Mehlmann und Marianne Schmitz, Kassierer Uwe Mampoteng und Schriftführer Siegfried Pilawa stellten sich zur Wiederwahl und führen ihre Ämter weiter.

Gerhard Uhl (Solms) stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl als Beisitzer. Auch Michael Rack (Braunfels) stellte sich nicht mehr als Beisitzer zur Verfügung.
Dafür kandidierten Friedhelm Schmitz (Aßlar) und Stefan Schaub (Hohenahr) für diese Funktionen; beide Bewerber wurden auch gewählt.

Gerhard Uhl wurde von der Versammlung aufgrund seiner langjährigen Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt.

Als Rahmenprogramm für den Nachmittag war eine Fahrzeugschau vorbereitet, wo heimische Feuerwehren ihre in den letzten Monaten neu angeschafften Fahrzeuge vorstellten.

Der Verbandsvorstand bedankt sich bei den Helferinnen und Helfern der Ehringshäuser Feuerwehren für die Unterstützung beim Auf- und Abbau sowie der Bewirtung der Versammlungsteilnehmer.

Richtlinien für die Überreichung und das Tragen von Auszeichnungen

In den meisten Ländern der Bundesrepublik sind nach dem Zweiten Weltkrieg von
den Regierungen wieder staatliche Feuerwehr-Ehrenzeichen, meist in mehreren
Stufen, gestiftet worden. Mit deren Verleihung sollen langjährige treue Dienste
oder besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen usw. anerkannt werden.
Auch der Deutsche Feuerwehr-Verband hat wieder sein Deutsches Feuerwehr-
Ehrenkreuz geschaffen, das in zwei Stufen vom Präsidenten des DFV verliehen
wird.
Durch das "Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen" vom 26. Juli 1957 (BGBI.
I, S. 844) ist gleichzeitig das Tragen bestimmter, früherer Auszeichnungen
geregelt worden.
Die Überreichung solcher verliehenen Auszeichnungen verlangt einen würdigen
Rahmen und das Tragen der Auszeichnungen ist an bestimmte Richtlinien
gebunden.


1. Überreichung von Auszeichnungen
1.1 Überraschungsmoment

Vorgesehene Auszeichnungen sollen stets vertraulich behandelt werden, um den
zu ehrenden Kameraden mit der Auszeichnung überraschen zu können. Dennoch
müssen alle notwendigen Vorbereitungen für eine würdige Form der Verleihung
getroffen werden.

1.2 Rahmen

Der angemessene Rahmen für eine solche Verleihung ist z. B. eine
Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, der offizielle Teil eines
Kreisfeuerwehrtages, die offizielle Feier zum Jubiläum einer Freiwilligen
Feuerwehr usw. In besonderen Fällen kann eine solche Ehrung auch im Rahmen
einer Ratssitzung oder Gemeinderatssitzung erfolgen. Keinesfalls soll die
Verleihung von Orden und Ehrenzeichen innerhalb einer geselligen oder gar
Tanzveranstaltung erfolgen. Unter besonderen Umständen kann die Auszeichnung
natürlich auch in der Wohnung des zu ehrenden Kameraden überreicht werden.

1.3 Beteiligung

Die Beteiligung der Feuerwehrkameraden ergibt sich aus der Art der
Veranstaltung. Es ist Ehrensache, dass die Kameraden der eigenen Feuerwehr
möglichst vollzählig anwesend sind. Auch die Vertreter der Kommunalen Behörden
sollen zu einer solchen Ehrung besonders geladen werden.

1.4 Anzug

Alle Kameraden sollen in einheitlicher Feuerwehrdienstkleidung erscheinen.
Träger von Orden und Ehrenzeichen legen die große Ordensschnalle an.

1.5 Räume

Die Versammlungsräume sollen festlich geschmückt sein. Für die
auszuzeichnenden Kameraden muss ein günstiger Aufstellungsplatz vorgesehen
werden, damit die Verleihung der Orden und Ehrenzeichen unbehindert und
angesichts der versammelten Kameraden durchgeführt werden kann.

1.6 Überreichung
1.61 Ansprache

Die Aushändigung wird mit einer Ansprache des zuständigen höchsten
Feuerwehrführers eingeleitet, die aber nicht zu lang sein soll. Insbesondere soll sie
sich frei halten von leeren Phrasen und übertriebenem Pathos. Vielmehr sollen die
wirklichen Verdienste der zu ehrenden Kameraden objektiv dargestellt werden.

1.62 Anheftung

Den Schluss der Ansprache bildet dann etwa der Satz:
"In dankbarer Anerkennung dieser Verdienste hat Ihnen der Präsident des
Deutschen Feuerwehrverbandes das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber /
Gold verliehen (" ...hat Ihnen der Minister des Innern das Feuerwehr-Ehrenzeichen
für ...jährige treue Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr verliehen."). Ich habe die
Ehre, Ihnen diese Auszeichnung in dieser feierlichen Stunde anheften zu dürfen."
In diesem Augenblick erheben sich alle anwesenden Kameraden von den Plätzen.

1.63 Anheften der Auszeichnung

Ein Helfer reicht das Ehrenzeichen an, das der Feuerwehrführer dem
auszuzeichnenden Kameraden persönlich anheftet. Die Nadel muss dazu vorher
geöffnet sein. (Das Anheften wird vorher am besten einmal geübt, damit keine
störenden Stockungen eintreten.) Notfalls behilft man sich mit dem bloßen
Einstecken der Nadel und lässt diese später schließen.

1.64 Urkunde

Darauf überreicht der verleihende Feuerwehrführer dem Kameraden die Urkunde
zu der Auszeichnung, die ihm wiederum von dem Helfer zugereicht wird. Er
verbindet damit seine persönlichen Glückwünsche für den ausgezeichneten
Kameraden.

1.65 Glückwünsche

Nun ist den übrigen Teilnehmern Gelegenheit gegeben, ihre Glückwünsche
anzubringen. Doch sollten längere Ansprachen und Glückwunschreden vermieden
werden. Sind sie unvermeidlich, so soll man sie vorher untereinander abstimmen
oder durch einen Redner für alle Teilnehmer zusammenfassen lassen.

1.66 Dank

Ebenso lässt sich der Dank der ausgezeichneten Kameraden zusammenfassen,
indem einer für alle Ausgezeichneten spricht. Es ist jedoch nicht unbedingt
erforderlich, dass der Feuerwehrkamerad nach einer solchen Auszeichnung in
einer besonderen Ansprache dankt.

1.7 Ausklang

Ein würdiges kameradschaftliches Beisammensein im Kameradenkreis soll die
Feierstunde beschließen, sofern nicht die offizielle Tagung ohnehin ihren Fortgang
nimmt.
Diese Richtlinien gelten sinngemäß bei der Überreichung von Urkunden zur
Verleihung der Ehrenmitgliedschaft, zu Dienstjubiläen u. ä.

2. Tragen von Auszeichnungen

Orden und Ehrenzeichen können entweder im Original (große Ordensschnalle)
oder in verkleinerter Form (an der Bandschnalle) getragen werden.

2.1 Trageweise im Original
2.11 mit Band

Orden und Ehrenzeichen, die am Bande zu tragen sind (Deutsches Feuerwehr-
Ehrenkreuz), werden an der Ordensschnalle an der linken Brustseite getragen. Die
Anstecknadel wird am Feuerwehrrock 1 cm oberhalb der linken Brusttasche
befestigt, so dass das Ehrenkreuz selbst auf der Tasche hängt.

2.12 ohne Band

Orden und Ehrenzeichen ohne Band sind entsprechend den Statuten zu tragen.
Die Feuerwehr-Ehrenzeichen der Landesregierungen sind auf der Quetschfalte
der linken Rocktasche des Feuerwehrrockes zu tragen. Die als Steckkreuz
ausgebildeten Ehrenzeichen der Sonderstufe werden unterhalb der linken
Brusttasche getragen.

2.2 Trageweise an der Bandschnalle

Auf der Bandschnalle werden alle tragbaren Orden und Ehrenzeichen dargestellt.
Die Darstellung erfolgt durch das Ordensband, auf welchem eine Verkleinerung
der Dekoration angebracht ist. Die niedrigste Klasse eines Ordens wird nur durch
das Band dargestellt. Bei Orden und Ehrenzeichen ohne Band wird die
verkleinerte Nachbildung auf einer neutralen Bandunterlage befestigt.

2.3 Tragweise an den Anzugsarten
2.31 Orden und Ehrenzeichen dürfen nur zum Dienstanzug und zum

Ausgehanzug getragen werden. Zu diesen beiden Anzugsarten sind die Orden
und Ehrenzeichen an der Bandschnalle zu tragen.

2.32 Die große Ordensschnalle darf nur zum Ausgehanzug getragen werden
und zwar zu dienstlichen Veranstaltungen und auf besondere Anordnung.

2.33 Am Tage der Verleihung werden Orden und Ehrenzeichen im Original den
ganzen Tag über getragen.

2.34 Ausländische Friedensorden und Ehrenzeichen sind im Original im
Allgemeinen nur dann zu tragen, wenn ein besonderer Anlass zur Ehrung des
betreffenden Landes oder seiner offiziellen Vertreter vorliegt.
2.35 Für die Trageweise von Orden und Ehrenzeichen am zivilen Anzug gibt es
keine besonderen Vorschriften; diese richtet sich vielmehr nach folgenden Regeln:
Orden werden im Original nur bei größeren Gelegenheiten am Anzug (Frack,
Gehrock oder auch Straßenanzug) getragen.
Bei kleineren Gelegenheiten wird die große Ordensschnalle nicht angelegt,
sondern nur die kleine Ordensschnalle (Feldspange) getragen. Verkleinerungen
sind für alle Klassen von Orden und Ehrenzeichen zugelassen. Für die Trageweise
der Verkleinerungen (Banddekorationen oder Metallverkleinerungen) auf dem
Rockaufschlag am zivilen Anzug gibt es keine Vorschriften.

Seminarreihe des Feuerwehrverbandes Wetzlar – Feuerwehr im Straßenverkehr –

Auch im Jahr 2011 wird der Feuerwehrverband Wetzlar seine Praxis fortsetzen, die Feuerwehren mit zusätzlichen Ausbildungsveranstaltungen zu unterstützen. Wegen der Bedeutung für den Feuerwehrdienst und der Nachfrage wurde das Seminar „Feuerwehr im Straßenverkehr“ erneut angeboten. Dieses Seminar war im November 2010 schon einmal in Hohenahr-Erda durchgeführt worden.

Hauptkommissar Andreas Düding vom Verkehrsdienst Lahn-Dill informierte über die Gefahren von Einsatzfahrten mit Sondersignal, den sogen. „Blaulichtfahrten“.

Das Seminar wurde am Dienstag, den 15.03. 2011 im Feuerwehrgerätehaus in Waldsolms-Kraftsolms durchgeführt. 38 Führungskräfte von Feuerwehren aus dem Verbandsgebiet hatten daran teilgenommen. Verbandsvorsitzender Rüdiger Richter und Friedhelm Schmitz (Fachbereich Technik und Ausbildung) begrüßten die Teilnehmer. Hauptkommissar Düding und sein Kollege Björn Petry erläuterten Sonder- und Wegerechte der Feuerwehren und wiesen auf die Besonderheiten einer Einsatzfahrt hin. Als Patentrezept gilt hier: „Sicherheit geht vor Schnelligkeit“ und Abwägen der Verhältnismäßigkeit; dabei den „gesunden Menschenverstand“ gebrauchen.

Die Diskussion zeigte das Bewußtsein der aktiven Einsatzkräfte für diese Problematik und ihr Wissen über die Verantwortung gegenüber den anderen Verkehrsteilnehmern wie auch gegenüber den eigenen Feuerwehrkameraden.

Hauptkommissar Düding und seine Kollegen sind weiterhin bereit, die Feuerwehren im Verbandsgebiet über die Themen „Feuerwehr im Straßenverkehr“ oder die „Aktion BOB“ zu informieren. Voraussetzung ist eine Teilnehmerzahl von 20 Personen oder mehr.

Text und Bilder:          Michael Trägner

Neue Gema Tarife

Die Tarife der Gema haben sich geändert.

https://www.gema.de/nc/musiknutzer/tarifsuche.html

Bitte beachten Sie die Tarife und die entsprechende GEMA Anmeldung bei ihren Veranstaltungen!

Zukunftsworkshop Feuerwehr

Ende Februar haben die Feuerwehrverbände Dillkreis und Wetzlar ihren ersten Zukunftsworkshop durchgeführt. Im Johanneum-Gymnasium in Herborn trafen sich 20 Teilnehmer aus beiden Verbänden, um in Gruppenarbeiten schon bekannte Probleme zu erfassen und um auf künftige Entwicklungen hinzuweisen, die das System „Freiwillige Feuerwehr“ und die Feuerwehrarbeit negativ beeinflussen können. In anschließender gemeinsamer Runde wurden die Erkenntnisse über die zentralen Probleme bewertet und Lösungswege aufgezeigt. Eine künftige positive Entwicklung liegt allerdings nur z.Tl. in den Händen der Feuerwehren selbst. Gleichermaßen gefordert sind die Öffentlichkeit (gesteigertes Anspruchsdenken der Bevölkerung!) und die Politik auf Landes- wie auf kommunaler Ebene.

Vorbereitet und betreut wurde die Veranstaltung vom Leitungsteam mit Michael Lotz (Vorsitzender des Feuerwehrverbands Dillkreis), Christian Betz (Fachbereichsleiter Aus- und Fortbildung), Kai Reeh (Stadtbrandinspektor von Herborn) und Bernd Bastian (Stadtbrandinspektor von Dillenburg). Die Moderation übernahm Kristine Tromsdorf, stellvertretende Schulleiterin des Johanneum-Gymnasiums.

In seinen einführenden Worten wies Verbandsvorsitzender Lotz auf die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren hin, die in den Gemeinden eigentlich nicht wegzudenken sind. Die Sicherung des Nachwuchses gestaltet sich momentan schwierig.

Studiendirektorin Tromsdorf zeigte sich erfreut über diesen neuen Kontakt mit der Feuerwehr, der sich durch die fast direkte Nachbarschaft in Herborn geradezu anbietet. Für Schulen ist das Thema Feuerwehr eine wichtige Angelegenheit: „Die Schulen haben den Nachwuchs“. Jugendliche können so zusätzlich soziale Kompetenzen erwerben und nicht nur das Wissen in den typischen Unterrichtsfächern.

Ergebnisse und die aufgezeigten Lösungsvorschläge des Workshops wurden festgehalten. Weitere Treffen der Arbeitsgruppe sind geplant. Neue Mitstreiter sind herzlich willkommen !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bilder zeigen Impressionen aus dem Verlauf der Veranstaltung.

 

Text und Bilder:          Michael Trägner – Feuerwehrverband Wetzlar

Feuerwehrverband Wetzlar informiert über Rauchmelder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: (von links)  Frank Förster, Filialleiter der Sparda-Bank in Wetzlar und Michael Trägner vom Feuerwehrverband Wetzlar.

Am Freitag, den 13. August war "Rauchwarnmeldertag". Zu diesem Anlaß informierte der Feuerwehrverband Wetzlar über Rauchwarnmelder. Für den Info-Stand stellte die Sparda-Bank ihre Räumlichkeiten in ihrer Filiale in der Wetzlarer Bahnhofstraße zur Verfügung. Filialleiter Frank Förster begrüßte Uwe Mampoteng und Michael Trägner vom Feuerwehrverband Wetzlar, die für die Fragen der interessierten Bevölkerung bereitstanden. Im Laufe des Tages nahmen  zahlreiche Bürger diese Gelegenheit wahr und erkundigten sich über die Verwendung und die Anbringung von Rauchwarnmeldern sowie deren Funktionsweise. Immernoch ist vielen Bürgern nicht bekannt, daß in Hessen bereits seit dem Jahr 2005 eine Rauchwarnmelderpflicht besteht. Durch die Installation von funkvernetzungsfähigen Rauchwarnmeldern und den zugehörigen Funkmodulen lassen sich die verwendeten Rauchwarnmelder verbinden, was gerade für Eigenheimbesitzer eine Erhöhung der Schutzwirkung bedeutet. Alle gezeigten Rauchwarnmelder wurden von der Gesellschaft für Sicheres Wohnen (Wetzlar) zur Verfügung gestellt.

Text:  M.Trägner  (Feuerwehrverband Wetzlar)
Bild:   U.Mampoteng  (Feuerwehrverband Wetzlar)