Zum Jahreswechseln

Wieder ist ein Jahr viel zu schnell vergangen und neigt sich seinem Ende zu. Anlaß, einmal innezuhalten, um Vergangenes und Künftiges zu bedenken, aber auch Neues zu planen.
Stehen uns künftig noch in ausreichender Anzahl Einsatzkräfte zur Verfügung? Haben wir auch noch ausreichend Fahrer für unsere Fahrzeuge, besonders für die Lösch- und Hubrettungsfahrzeuge?
Ein Feuerwehrverband alleine kann solche Probleme nicht endgültig lösen, aber in seinem Rahmen zur Lösung beitragen. Für andere Probleme und deren Lösung brauchen wir aber die Unterstützung der Politik.
Wie schon in den letzten Jahren hat der Feuerwehrverband Wetzlar die Feuerwehren im Verbandsgebiet dabei unterstützt, ihren Einsatzkräften den Erwerb des Führerscheins der Klasse C zu ermöglichen. So wollen wir sicherstellen, daß auch immer Fahrer für die Löschfahrzeuge zur Verfügung stehen.

Die Volksvertreter brauchen Informationen von der Basis. Um diese Informationen richtig und sachlich rüberzubringen, hat der Feuerwehrverband Wetzlar Kontakte zu allen demokratischen Parteien aufgenommen.

So werden seit einigen Jahren regelmäßig Gespräche mit den im Kreistag vertretenen Parteien sowie den heimischen Bundes- und Landtagsabgeordneten gesucht und dabei spezielle Feuerwehr-Themen behandelt. Zuletzt waren im November zwei Vorstandsmitglieder des
Feuerwehrverbandes Wetzlar zu Gast in der Geschäftsstelle der Kreistagsfraktion von Rahmen einer Fraktionssitzung konnten wir über aktuelle Entwicklungen (z.B. „Feuerwehrführerschein“, Jugendfeuerwehr) berichten und den interessierten Fraktionsmitgliedern Fragen zum „Feuerwehralltag“ beantworten.
Eine andere Sorge sowohl der Feuerwehren als auch der anderen Hilfsorganisationen sowie vieler Vereine ist die künftige Entwicklung der Mitgliederzahlen. „Werden wir noch genügend Einsatzkräfte bzw. Mitglieder haben?“
In den letzten Monaten wurden – z.Tl. publikumswirksam – die Menschen mit Migrationshintergrund „entdeckt“, die ja in die Bresche springen könnten. Dabei wird übersehen, daß in vielen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren das Thema „Migrationshintergrund“ gar kein Problem ist, da dort Menschen mit nicht deutschen Wurzeln bereits selbstverständlich dazugehören – und das schon seit etlichen Jahren. Das steht aber nur selten in den Schlagzeilen. Es könnten aber noch mehr sein – das ist sicher richtig.

Informationsaustausch mit der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 Die Grünen in der Geschäftsstelle in Wetzlar.

Der Feuerwehrverband Wetzlar hat in einer Gesprächsrunde Anfang November mit Herrn Günther Kaufmann-Ohl, Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises und Leiter der Abteilung 41 „Soziales und Integration“, über die Verbandsarbeit informiert und auch den kulturellen Aspekt der Feuerwehren betont. Das System der Freiwilligen Feuerwehren, wo der Brand- und Katastrophenschutz hauptsächlich und flächendeckend auf den Schultern von ehrenamtlich tätigen Personen ruht, gibt es im Wesentlichen nur im deutschsprachigen Raum. Besonders Migranten aus außereuropäischen Ländern haben hier mehr als nur Berührungsängste. Die Feuerwehr – und generell alle Uniformträger – werden als Vertreter der Staatsmacht angesehen, mit denen eigentlich keine Kontakte erwünscht sind. Hier besteht noch erheblicher Informationsbedarf. Im Jahr 2012 wollen wir das gemeinsam angehen. Ansprechpartner und Vermittler könnten die Ausländerbeiräte sein.

Eine Großveranstaltung hat ihre Schatten schon längst vorausgeworfen: der „Hessentag“ in Wetzlar - vom 01. bis 10. Juni 2012
Der Feuerwehrverband Wetzlar plant und organisiert den „Platz der Hilfsorganisationen“. Wie der Name schon sagt, wird hier nicht nur die Feuerwehr vertreten sein.
Auf einem Gelände im Bodenfeld, in Nachbarschaft zur Landesausstellung, wird der „Platz der Hilfsorganisationen“ eingerichtet, wo sich die Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Malteser Hilfsdienst e. V. mit ihren Einsatzkräften und ihren Jugendorganisationen den Hessentagsbesuchern präsentieren und ihre ehrenamtliche Tätigkeit darstellen können.
Ein täglich wechselndes Programm ist geplant – jeweils unter einem bestimmten Motto bzw. zu einem Schwerpunktthema. Eine Arbeitsgruppe, in der die betreffenden Organisationen vertreten sind, ist schon seit einigen Wochen tätig.
Näheres zum „Platz der Hilfsorganisationen“ ist unter folgender Internetadresse zu erfahren:


http://www.hessentag-2012.de/veranstaltungen/aktionsflaechen/platz-der-hilfsorganisationen.html

Allen Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Angehörigen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen Jahreswechsel ohne Rutsch oder Unfall und Viel Erfolg für die zahlreichen Aufgaben im neuen Jahr.