42-Jährige fährt bei Festumzug Feuerwehrmann an
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- Kategorie: Aktuelles von den Feuerwehren
- Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Juli 2011 10:37
- Geschrieben von Wolfgang Blecker
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42-Jährige fährt bei Festumzug Feuerwehrmann an
Höhenkirchen - Aus Ärger über die Straßensperrung beim Festumzug der Krieger- und Soldatenkameradschaft Höhenkirchen am Samstag hat eine 42-Jährige einen Feuerwehrmann mit dem Auto angefahren und verletzt.
Kommandant Dirk Schneider hat genug von den Beleidigungen und Beschimpfungen, die er und seine Kameraden sich immer wieder von uneinsichtigen Bürgen anhören dürften. „Manche glauben wohl, wir sperren Straßen zum Spaß ab, ich bin granatensauer“, sagt der Kommandant. Der Zwischenfall beim Festumzug am Wochenende hat das Fass zum Überlaufen gebracht. „Jetzt wird das Auto schon als Waffe gegen uns verwendet, das geht eindeutig zu weit“, findet Schneider.
Damit der Festumzug sicher durch die Straßen ziehen kann, hatte die Feuerwehr auf Anweisung des Kommandanten am Nachmittag die Bahnhofstraße abgeriegelt. Zum Ärgernis vieler Autofahrer. „Ich werde für das Ende ihrer Karriere sorgen“, oder „Mein Mann ist Richter, mit der Sperre werden Sie nicht durchkommen“ sind zwei noch harmlose Beispiele, an die sich Schneider erinnern kann. Gegen 14.15 Uhr fährt eine 42-jährige Höhenkirchnerin auf einen 26-jährigen Feuerwehrmann zu. Als er sie anhält und zu verstehen gibt, dass sie hier nicht weiterfahren könne, sei die Autofahrerin „richtig ausgeflippt“, berichtet der junge Kamerad, der wegen des laufenden Strafverfahrens nicht namentlich genannt werden möchte. „Sie hat gewettert, dass ihre Einkäufe im Auto schlecht werden, wenn sie hier nicht durchkommt“, erzählt er. Als er sich kurz umgedreht habe, sei die 42-Jährige einfach weitergefahren. Dabei streifte sie mit dem Kotflügel das Bein des 26-Jährigen, der daraufhin zu Boden fällt. Beim Vorbeifahren habe sie ihm noch zugerufen: „Du kannst mir mal einen Schuh aufblasen.“
Der Arzt attestierte dem Höhenkirchner einen wahrscheinlichen Kapselriss im Knie. Bis auf Weiteres ist er nun dienstunfähig. Er hat die 42-Jährige bei der Polizei angezeigt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. „Beleidigungen gehören ja leider schon zum Alltag in unserer Arbeit“, bedauert der 26-Jährige, der schon seit elf Jahren bei der Feuerwehr aktiv ist. „Aber das ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.“ Zur Feuerwehr sei er gegangen, um anderen Menschen zu helfen, nicht um sich beschimpfen oder umfahren zu lassen. „Es ist schlimm. dass man als Ehrenamtlicher, der diesen Job in seiner Freizeit macht, manchmal mit so wenig Respekt behandelt wird“, beklagt Kommandant Schneider.

