Beliebt bei Jung und Alt und während der warmen Jahreszeit ein muß : Fleisch und auch ab und zu Gemüse auf Feuer ..

Grillen beziehungsweise das Braten über dem offenen Feuer ist vermutlich die älteste und ursprünglichste Methode des Garens von Lebensmitteln - sie verlangt nur die Beherrschung des Feuers, benötigt aber kein Kochgeschirr.

Beim Grillen wird das Gargut, meist Fleisch, im Wesentlichen durch Wärmestrahlung gegart und an der Oberfläche geröstet. Dazu wird es über oder neben einer strahlenden Wärmequelle gehalten, entweder mithilfe eines Spießes oder auf einem Grillrost. Als Wärmequelle dient Holzfeuer oder Holzglut, heute auch Gas, durch Gas erhitzte Steine oder elektrische Heizschleifen. Beim Grillen mit Holz tragen neben den entstehenden Röststoffen (siehe Maillard-Reaktion) auch Aromastoffe aus dem Holz zum typischen Geschmack bei, so dass diese Methode als geschmacksintensiver gilt. Aufgrund der besseren Kontrollierbarkeit werden in der Gastronomie und bei mobilen Grillständen jedoch fast ausschließlich elektrische Grills verwendet. So genannte „Kontaktgrills“, die in der Gastronomie ebenfalls verbreitet sind, sind keine Grills im eigentlichen Sinn, da sie vor allem durch Wärmeleitung garen.

Da beim Grillen die Temperatur nur intuitiv kontrollierbar und die Zugabe von Fett und Flüssigkeit nicht möglich ist, eignen sich nicht alle Nahrungsmittel gleich gut. Fleisch sollte nicht zu mager, Fisch von fettreichen und festfleischigen Arten, Gemüse und Pilze leicht vorgegart oder mariniert sein.

Die US-amerikanische Grillkultur nennt sich Barbecue, wobei dieses ein indirektes Grillen ist. Sehr populär ist das Grillen auch in Argentinien und Uruguay, wo eine Grillplatte Asado genannt wird. In Südafrika und Namibia, wo das Grillen ebenfalls sehr verbreitet ist, benutzt man in der Regel das Wort Braai.

Grillgeräte, Anzündhilfen und Holzkohle können in Deutschland nach DIN EN 1860 genormt werden

Da beim Grillen kein oder kaum Fett hinzugegeben wird und Fett aus dem Grillgut abtropfen kann, sind Lebensmittel gegrillt fettärmer als in der Pfanne gebraten.

Bei mit Holzkohle befeuerten Grills können jedoch gesundheitsschädliche Stoffe aus der Glut und dem hineingetropften Fett ins Grillgut übergehen. Die entstehenden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzpyren (bei Zigaretten werden diese Stoffe als „Kondensat“ zusammengefasst) gelten als krebserregend. Bei Grills mit seitlicher Glut ist die Belastung deutlich geringer als bei solchen mit unten liegender.

Es gibt aber auch Belege dafür, dass typische Grillgewürze wie Senf, Thymian, Oregano, Rosmarin und Salbei, ebenfalls Bier, die Aufnahme dieser Kohlenwasserstoffe weitgehend verhindern, beispielsweise dadurch, dass sich die in ihnen enthaltenen Flavonoide fest an die Kohlenwasserstoffe binden. Diese werden dann unverändert ausgeschieden.

Grillen - aber sicher !
 

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Nur an zugelassenen Stellen grillen.

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Im Freien ebenen, feuerfesten Untergrund als sicheren Standort wählen.

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Nur ein standsicheres Gerät verwenden.

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Ausreichenden Sicherheitsabstand (mind. 2 bis 3 Meter) zu brennbaren Gegenständen (Gardinen, Sonnenschirme, Girlanden u.a.) einhalten.

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Ausreichenden Sicherheitsabstand zu Feld, Wald und Flur einhalten.

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Für alle Fälle Löschmittel (gefüllter Wassereimer, Feuerlöscher) bereitstellen.

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Flucht und Rettungswege freihalten.

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Vorsicht beim Entzünden!

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Holzkohle nur mit geeigneten Zündhilfen (z.B. Grillanzünder, Trockenspiritus, Pasten) in Brand setzen.

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Niemals flüssigen Brennstoff (z.B. Brennspiritus, Benzin, Alkohol) auf glimmende oder bereits glühende Holzkohle gießen. Dieses bedeutet Lebensgefahr! Diese brennbaren Flüssigkeiten haben einen sehr niedrigen Flammpunkt. Sie verdampfen bei Wärmeentwicklung sehr schnell. Dies gilt insbesondere beim Vorhandensein von Holzkohlenglut. Die explosionsartige Zündung dieses Dampf-Luft-Gemisches hat verheerende Folgen. Lieber Zeit, als die eigene Haut verlieren!

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Glut nicht durch Pressluft oder Sauerstoff anfachen.

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Auf schwer oder mindestens normal entzündliche Kleidung achten.

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Grillgeräte niemals von Kindern bedienen oder gar anzünden lassen.

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Kinder vom Gefahrenbereich fernhalten.

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Bei starkem Wind und Funkenflug Feuer sofort löschen.

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Heiße Asche, Holzkohlenreste u.ä. niemals unbeaufsichtigt lassen.

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Sämtliche Verbrennungsrückstände ablöschen, vorzugsweise mit Wasser.

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Holzkohle, Asche u.ä. niemals einfach auskippen und zurücklassen; wenn möglich eingraben und übererden.

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